Konjunkturanalysen

Resilient, zuletzt für Banken etwas anspruchsvoller

Branchenbericht Finanz- und Versicherungsdienstleistungen Q1 2026

04. Februar 2025

Die Zürcher Finanzdienstleister zeigen sich grundsätzlich sehr resilient. Das Jahr 2025 war jedoch insgesamt etwas anspruchsvoller. Insbesondere die Geschäftslage der Zürcher Banken hat – auch im Vergleich mit der Gesamtschweiz – zuletzt etwas gelitten.

Tiefere Zinsen trüben die Ertragslage bereits seit Mitte 2023 ein und setzen die Profitabilität gerade kleinerer Banken unter Druck, die stark auf das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft angewiesen sind. Hinzu kommt die Integration der Credit Suisse (CS) in die UBS. Gegen Ende 2025 hat sich die Lage gemäss Umfragen wieder etwas entspannt. Einerseits könnte die flache Zinskurve die Nachfrage nach alternativen Anlagestrategien und Beratungsdienstleistungen erhöht haben. Andererseits dürften auch die steigenden Finanzmärkte das Kommissionsgeschäft zuletzt begünstigt haben.

Die Zürcher Versicherer bleiben in ihrem Urteil grundsätzlich weiterhin positiv. Die kurzfristigen Geschäftsaussichten haben zuletzt jedoch stärker fluktuiert.

Die Geschäftslage der Zürcher Finanzdienstleister wird im Januar 2026 von 46.5 Prozent als «gut» eingeschätzt. Dabei haben sich Nachfrage und Ertragslage des Gesamtsektors relativ stabil gehalten.

Das gilt auch für Zürcher Versicherungsunternehmen. Dennoch blicken diese Anfang 2026 etwas pessimistischer in die unmittelbare Zukunft als der Bankensektor.

Zürcher Banken derweil haben ihre Wettbewerbsposition im vergangenen Jahr weniger positiv eingeschätzt. Dies trifft weniger auf den gesamtschweizerischen Bankensektor zu. Haupttreiber dürfte die Diskussion rund um eine stärkere Bankenregulierung im Nachgang zur Übernahme der CS sein, denn sowohl Ertragslage als auch Nachfrage werden weiter als robust eingeschätzt. Anfang 2026 zeigen sich auch die Zürcher Banken indes wieder zuversichtlicher.

Finanzielle Einschränkungen stellten im Zürcher Finanzsektor zuletzt das grösste Leistungshemmnis dar. Zuletzt gab es verschiedene Einflüsse, welche die Refinanzierungskosten tendenziell erhöht haben. Dazu zählen beispielsweise die Erhöhung der Mindestreserveerfordernis für Geschäftsbanken seitens der SNB sowie griffigere Liquiditätsvorgaben («Basel III Final»).

Gerade die Fusion der CS mit der UBS hat zuletzt den Druck auf die Banken-Arbeitsplätze erhöht. Zwar ist hier auch Anfang 2026 noch etwas mehr Zurückhaltung zu spüren als in der restlichen Schweiz, doch die Lage scheint sich weitgehend erholt zu haben. Mit einem Stellenabbau in den kommenden Monaten rechnen derzeit nur wenige Finanzinstitute.